Lucas Kempe | Fahr- und Wettersteiger

Lucas Kempe aus Halle (Saale), Fahr- und Wettersteiger in der Grube Teutschenthal ist seit 2014 bei der GTS. Dort war er zunächst dreieinhalb Jahre als Schichtsteiger für ein Team mit rund 15 Mitarbeitern zuständig. Seit November 2017 sorgt er als Fahr- und Wettersteiger für die Arbeits- und Betriebssicherheit der Mitarbeiter unter Tage. In dieser Funktion überwacht Lucas Kempe an allen untertägigen Arbeits- und Betriebspunkten die sogenannten Wetter, das heißt er überprüft unter anderem regelmäßig die Belüftung und Wetterleitungseinrichtungen, führt Gas- und Klimamessungen durch und sorgt für den Arbeits- und Gesundheitsschutz. Darüber hinaus koordiniert er Maßnahmen, mit denen die tägliche Arbeits- und Betriebssicherheit des dreischichtigen Grubenbetriebs sichergestellt wird. Seit 2019 ist Lucas Kempe zusätzlich Mitglied in der Grubenwehr der GTS. Er selbst bezeichnet diese Aufgabe als sehr sinnvoll, da er in besonderen Gefahrensituationen aktiv unterstützen und zum Zusammenhalt der Kameraden beitragen kann.

Interview mit Lucas Kempe

Was zeichnet die GTS Ihrer Meinung nach aus?
In der immer kleiner werdenden Bergbauwelt in Deutschland ist die GTS als aktives Versatzbergwerk eine Besonderheit. Als Bergbauingenieur bedeutet es mir viel, in einem aktiven Bergwerk zu arbeiten, zumal die GTS eine sehr wichtige Rolle übernimmt. Sie sichert die Tagesoberfläche um und unter Teutschenthal vor Gebirgsschlägen indem sie mineralische Abfälle aus der Region und Mitteldeutschland langzeitsicher entsorgt. Im Vergleich zu anderen deutschen Kali- und Steinsalzwerken ist die GTS jedoch ein relativ kleines Bergwerk. Und das macht sie auch so besonders. Der Arbeitsalltag ist abwechslungsreicher, flexibler und vielschichtiger als in großen Betrieben, in denen jeder Mitarbeiter in starren Strukturen seine ganz bestimmte Aufgabe hat.

Welche unserer Geiger Werte erleben Sie in Ihrem Arbeitsalltag?
Für Bergleute haben Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Loyalität und Kameradschaft einen besonders hohen Stellenwert und werden auch so gelebt. Diese Werte decken sich mit den Geiger Werten. Sie übernehmen bei der GTS eine große Verantwortung.

Erzählen Sie uns davon!
Generell steht die Sicherheit, der Gesundheits- und Arbeitsschutz im Mittelpunkt meiner Arbeit. Die Bewetterung, also die Belüftung eines Bergwerks, spielt dabei eine entscheidende Rolle. Die Einhaltung der Klimabergverordnung und der Arbeitsplatzgrenzwerte von Gasen und Stäuben sind zentrale Aufgaben meiner Arbeit.

Ihre Arbeit birgt manche Herausforderung. Was motiviert Sie dabei?
Die unterschiedlichen Belastungen und Gefährdungspotentiale aus dem Versatz sind so zu steuern, dass die Arbeitsplatzgrenzwerte immer eingehalten werden. Das ist natürlich nicht so einfach, aber genau diese Herausforderung macht die Arbeit auch spannend. Dabei motiviert mich in erster Linie, dass ich mit all den Bergleuten, mit denen ich täglich einfahre, zum Schichtende auch gesund wieder ausfahre. Aktuell sind die deutlich herabgesetzten Arbeitsplatzgrenzwerte von Stickoxiden und partikelförmigen Dieselmotoremissionen
ein großes Thema in der Bergbauwelt. Auch in meinem Arbeitsalltag spielt dieses Thema mittlerweile eine zentrale Rolle. Die Lösung dieser Problemstellung allgemein im untertägigen Bergbau und besonders in unserer Grube sind momentan eine wirklich spannende Herausforderung.

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