Kathodischer Korrosionsschutz

Die Korrosion bei Stahlbetonbauwerken ist mitunter das größte Problem dieses Verbundwerkstoffes. Kurz nach der Fertigstellung eines Bauwerks ist die Stahlbewehrung durch die hohe Alkalität des Beton-Porenwassers geschützt, wodurch sich an der Stahl­oberfläche eine dünne, aber sehr dichte Oxidschicht bildet. Durch den Eintrag von tausalzhaltigem Wasser oder der Karbonatisierung (CO2-haltige Luft) wird diese Oxidschicht beeinträchtigt.  

Unter dem Begriff „Kathodischer Korrosionsschutz“ (KKS) versteht man ein Verfahren, um die sicherheitsrelevante Bewehrung in Stahlbetonbauwerken vor Korrosion nachhaltig zu schützen.

Der Kathodische Korrosionsschutz (KKS), welcher in der DIN EN ISO 12696 geregelt ist, stellt hierbei eine Alternative dar und bietet dem Bauherrn unter bestimmten Randbedingungen einen sowohl wirtschaftlichen als auch baubetrieblichen Vorteil.

Zertifizierungen:
Für den Bereich Kathodischer Korrosionsschutz (KKS) erfolgt in der DIN EN ISO 12696 ein normativer Verweis auf die DIN EN 15257 „Kathodischer Korrosionsschutz (KKS) – Qualifikationsgrade und Zertifizierung von für den kathodischen Korrosionsschutz (KKS) geschultem Personal“. In dieser Norm werden die unterschiedlichen Qualifikationsgrade sowie die notwendigen Anforderungen für das Personal aufgelistet und beschrieben.

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